Oscar-Claude Monet, Maler, Frankreich, Impressionismus

 

Nadin Bill Frasnacht, SLA intro für SEMINAR Kreuzlingen

1                       INHALT Beachte LINKS das Inhaltsfram

 

1       INHALT. 1

2       Biografie. 2

2.1    Kindheit 2

2.2    Die Schule, die Jugend und die Liebe zur Karikatur 2

2.3    Die Ausbildung in Paris. 2

2.4    Erster Erfolg im Salon. 3

2.5    Erste Impressionistenausstellung. 4

2.6    Der Anfang des Impressionismus bis zum Umzug nach Giverny. 4

2.7    Der letzte Lebensabschnitt im Dörfchen Giverny. 5

2.8    Das Leben in Giverny. 5

Die Liebe zum Garten. 5

2.9    Interessante Kritiken, Briefe und Zitate. 6

3       Impressionismus. 6

3.1    Technischer Teil: Impressionismus - Was ist das?. 6

Malweise, Freilichtmalerei: 6

Farbgebung: 7

Motive, Themen: 7

3.2    Praktischer Teil: Die Impressionisten und ihre Technik. 7

4       Das Bild: Palazzo Contarini 8

4.1    Mein persönlicher Eindruck. 8

4.2    Fachliche Informationen zum Bild. 9

4.3    Gradationskurve. 9

4.4    Bastelversuch zum Bild (siehe Versuch) 9

4.5    Zeitungsausschnitt 9

5       Das Bild: Bootsfahrt auf der Epte. 10

5.1    Mein persönlicher Eindruck. 10

5.2    Fachliche Informationen. 10

5.3    Die Situation danach (siehe Bild) 11

5.4    Saftige Bastelarbeit zum Bild (siehe Arbeit) 11

6       Selbstversuche/-erfahrungen. 11

6.1    Versuch Nr. 1 Die eisigen Eindrücke am See en plein air 11

6.2    Versuch Nr. 2 Die Eindrücke aus dem Fenster am späten Nachmittag. 11

7       Quellenangaben. 12


 

2             Biografie

 

2.1       Kindheit

 

Oscar-Claude Monet erblickte am 14. November 1840 in der Pariser Rue Laffite, das Licht der Welt- ein kaufmännisches Milieu unter der Regierung des Königs Louis-Philippe. In derselben Strasse liessen sich später viele Kunsthändler nieder. Oscar, noch wurde er mit diesem Namen angeredet, war das zweite Kind von Claude-Adolphe Monet, der Besitzer einer Drogerie, (1800-1871) und Louise-Justine Aubrée (1805-1857), beide in Paris geboren und aufgewachsen. Sein vier Jahre älterer Bruder hiess Léon-Pascal.

 

Um 1845 zog der fünfjährige Oscar mit seiner Familie an die Atlantikküste von Le Havre. Der Grund des Umzuges waren die schlecht laufenden Geschäfte des Vaters in Paris. In Le Havre lebte seine Halbschwester, verheiratet mit Jacques Lecadre, einem Kolonialgrosswarenhändler. Oscars Vater beteiligte sich am florierenden Geschäft seines Schwagers und erhielt eine gut bezahlte und schliesslich leitende Stellung. In einem schönen Haus in der Rue d' Epréméril wuchs Oscar nun ziemlich wohlhabend auf.

 

2.2       Die Schule, die Jugend und die Liebe zur Karikatur

 

Aus einem Interview mit dem sechzigjährigen Monet entnehme ich, dass er sich für ein undisziplinierter Mensch hielt und bis zu seinem 14-ten oder 15-ten Lebensjahr ein ungezügeltes, aber gesundes Leben führte. Er verstand nicht, dass man während Stunden, in denen die Sonne gütig schien, das Meer glitzernd zum Baden lockte und der Wind auf den Klippen wehte in die Schule gehen muss, es war schwierig, beinahe unmöglich für ihn sich einer Regel, sei es zu Hause oder auswärts, zu unterwerfen.

 

Ab dem ersten April 1851 kam der Zehnjährige an das städtische Gymnasium, in dem auch eine kommunale Malschule untergebracht war. Sein Zeichenlehrer war der David-Schüler Jacques François Ochard.

Oscar sagte er sei vielen Lektionen ferngeblieben und habe, wenn er in der Schule verweilte; Girlanden und phantastische Ornamente an den Rand seiner Bücher gemalt. Hauptsächlich aber habe er die Gesichter und Profile seiner Lehrer auf respektloseste, verzerrte Weise dargestellt. Er erlangte eine besondere Geschicklichkeit im Zeichnen solcher Bilder und war bald, bereits im Alter von fünfzehn Jahren ein regional bekannter, gerühmter Karikaturist. Die vielen Aufträge (für jede Karikatur verlangte er 20 Francs) brachten ihm mit der Zeit ein Ersparnis von gut 2000 Francs ein.

Er machte unangenehme Bekanntschaft mit naturgetreuen Bildern, welche Eugène Boudin (1824-1898), der in den pariserischen Ateliers der École des Beaux-Arts studierte Maler, im gleichen Schaufenster von Le Havre ausstellte, in dem er selbst seine Karikaturen zur Schau zeigte. Monet entwickelte gegen Boudins Seestücke (gehört zur Marinemalerei; Landschaftsmalerei des Meeres und der Küstenlandschaft) eine tiefe Abneigung, bis er ihn eines Tages persönlich kennenlernte und Boudin ihn nach langen Überredungen regelmässig zu Malsitzungen traf. Gemeinsam suchten sie in der freien Natur (en plein air) an der normannischen Küste rund um die Seinemündung Boudins Sujets auf. Monet beobachtete ihn aufmerksam und begann die Natur zu lieben, studierte sie in ihrer Beschaffenheit, in ihren Farben, im Licht und analysierte sie in Bleistiftzeichnungen. Im Interview meint er, dass er es Eugène Boudin verdanke, Maler geworden zu sein. 1857 starb die Mutter von Oscar.

2.3       Die Ausbildung in Paris

 

Genau gesagt hat die Ausbildung von Oscar bereits in den Stunden mit Boudin begonnen. Er beendete das Gymnasium ohne Abschluss und nützte seine Zeit um zu skizzieren, zu beobachten und um bald auch mit Ratschlägen von Boudin auf Leinwände zu malen. Von nun an begann eine Ausbildung, die zwar ständig lief, aber auch ständig den Lehrmeister, die Umgebung wechselte und so für manchen Wirbel bei ihm selber und für einige Unruhen beim Vater und bei der Tante Lecadre sorgte. 1859 begab sich Oscar mit seinem angesparten Geld nach Paris und suchte dort den Landschafts- und Tiermaler Constant Troyon (1810-1865) auf. Troyon lobte ihn für die Lichtführung und die koloristische Gestaltung und empfahl ihm das Atelier Couture (Thomas Couture, Historienmaler). Oscar lehnte dieses Atelier jedoch ab und traf zum ersten Mal Camille Pissarro (1830-1903), der ihm gefiel und einer von Monets engen impressionistischen Weggefährten wurde.

 

 

Sie arbeiteten gemeinsam in der Académie Suisse, diese Institution bot Malern Arbeitsplätze und Modelle an, ohne sie mit mühsamen Übungen zu strapazieren oder wie es an vielen staatlichen Schulen üblich war, in ihrer individuellen malerischen Kunst zu unterdrücken oder konservativ zu belehren. Die Idee dieser Schule war, ohne akademische Verzögerungen, sich sofort ans Zeichnen und Malen im Sinne der Natur zu machen und die eigenen Ideen ungezwungen zu realisieren. Delacroix und Courbet gehören zu den ältesten Besuchern dieser Akademie. Oscar gefielen die Realisten und die ehemaligen Schüler von Barbizon (wie Camille Corot 1796-1875, Charles-François Daubigny 1817-1878, Eugène Delacroix 1798-1863, Gustave Courbet 1819-1877) die denselben Gedanken "Zurück zur Natur" teilten und sich gegen die "nur stilistisch schöne Figuren" des Salons wehrten. Der junge Maler genoss die Zeit mit seinen Künstlerkollegen nicht nur im Kunststudium, sondern auch in den verlockenden Pariser Cafés oder den Bierhallen. In der Brasserie bavaroise oder der Brasserie des Martyrs wurden Gespräche mit gleich gesinnten Altersgenossen oder den Realisten geführt.

Monet wurde zwanzig Jahre alt und die Einberufung für den Militäreinsatz in Algerien stand vor der Tür. Im April 1861 wurde er einberufen. Nach gut einem Dreivierteljahr, in dem er neue Licht- und Farbeindrücke gewonnen und sich sein Sehvermögen erweitert hat, erkrankte er an Typhus. Nach einigen Genesungsmonaten in Algerien und einem Erholungsurlaub in Le Havre kaufte ihn die Tante Lecadre für die weiteren sechs Jahre Militärdienst frei, da sie kunstorieniert und mit guten Hoffnungen an eine erfolgreiche Zukunft von Oscar dachte.

Im Sommer 1862 kontaktierte Monet mit dem holländischen Maler Johan-Barthold Jongkind (1819-1891) der sein zweiter Lehrer und guter Freund wurde. Die knappen und flüchtigen Farbstriche des Holländers beeinflussten Monet. Jongkind bevorzugte wie Boudin die Marinemalerei, in einer unkonventionellen Freilicht-Malweise. Aus Ärger seinem Vater gegenüber, der ihn nicht mehr finanzierte, änderte er seine Signierung von 0. Monet zu C. Monet.

Durch seine Tante Lecadre, die ihn lieber in Händen akademischer Lehrer sah, kam er zu dem Pariser Salonmaler Auguste Toulmouche (1829-1890). Mit Hilfe seiner Beziehungen ging die Ausbildungsreise weiter in das Atelier Gleyre (Charles Gleyre, Akademiker, 1806-1875). Gleyre jedoch hatte den Gedanken der Antike im Kopf und nicht die Gedanken, die Monet bewegten, nicht das, was in Monets Augen das Wesentliche der Kunst ausmachte. Mit den gleichgesinnten Malerfreunde, die er im Atelier Gleyre gefunden hat, brach er zur Revolte auf und gemeinsam beschlossen sie auszutreten. Das Schicksal hatte einige Männer zusammengeführt, die kurze Zeit später die Formeln, in denen sich die offizielle Kunst gefiel, gleichsam zum Platzen bringen sollten. Ein Freundschaftskreis mit dem er bis ans Ende seiner Tage oft zusammen trifft. Unter ihnen waren Camille Pissarro (den er bereits von der Académie Suisse kannte), Auguste Renoir (1841-1919) Frédéric Bazille (1841-1870) und Alfred Sisley (1839-1899). Mit ihnen malte er oft im Wald von Fontainebleau.

 

2.4       Erster Erfolg im Salon

 

Kein Künstler kam am sogenannten Salon vorbei; eine Ausstellung in Paris die alle zwei Jahre stattfand und in der etwa 2500 Werke ausgestellt wurden. Eine Jury die aus Mitgliedern der Académie des Beaux-Arts bestand, sorgte dafür, dass keine Künstler, deren Bilder nicht der herrschenden Konvention entsprachen, zugelassen wurden.

 

1866 lernte Claude seine Lebensgefährtin Camille Doncieux kennen, deren Portrait "Camille im grünen Kleid" im Salon akzeptiert und zu einem der ersten grossen Erfolge wurde. In der Zeitspanne bis zur Hochzeit von Claude und Camille, wohnte er erneut in Paris und kam mit Renoir im Atelier vom wohlhabenden Bazille unter. 1867 wurde das erste noch uneheliche Kind der beiden namens Jean geboren. Dank Bazille und Gaudibert, die ihn durch Aufträge oder Käufe finanziell unterstützen, konnte Monet seine Familie ernähren, Leinwände und Farben kaufen.

Am 26. Juni 1870 heirateten und zogen sie in die Normandie, wo sie vom Ausbruch des Preussisch-Französischen Krieges überrascht wurden. Monet wollte aufgrund seiner republikanischen Einsstellung nicht für das Kaiserreich kämpfen und floh nach London. In England traf er Daubigny und sein guter alter Freund Pissarro, mit dem er häufig an der Themse oder in dem nebligen Hydepark malte oder Museen besuchte. Daubigny machte Monet mit dem Kunsthändler Durand-Ruel bekannt, der ebenfalls geflüchtet war und in London eine Galerie besass. Durand-Ruel glaubte an die neue Kunstrichtung und unterstützte den impressionistischen Gedanken.

1871 starb Claude-Adolphe Monet, der Vater des Künstlers.

2.5       Erste Impressionistenausstellung

 

Im April/Mai 1874 fand in den Räumen des Pariser Photographen Nadar die erste Ausstellung der Gruppe Societé anonyme des peintres, sculptures et graveurs statt. Cézanne, Degas, Monet, Morisot, Pissarro, Renoir, Sisley, allen gemeinsam war die Unabhängigkeit wichtig gegenüber der offiziellen Malerei, die im Salon vertreten wurde. Das Publikum gab überwiegend negative Kritiken. Durch das Bild "Impression, soleil levant" (1874) von Monet, wurde den Ausstellern in ironischer und spöttischer Absicht den Namen Impressionisten gegeben.

 

 

Monet setzte der stagnierenden Kunst der damaligen Zeit das Flüchtige, Unstabile des direkten Natureindruckes entgegen, und zwar nicht nur das Flüchtige der Bewegung, sondern auch das Wechselvolle der Atmosphäre. Das Ziel seiner Arbeiten war nicht einen Bewegungsaugenblick zu erhaschen, sondern einen Augenblick aus der Flüchtigkeit der Zeit zu gewinnen. Seine Absichten, die Sonne, das Licht, die Kälte, der Wind, den Nebel zu zeichnen, waren in der Entwicklung der Malerei ganz neue Absichten. Es waren neue Entdeckungen, neue Errungenschaften. Trotz der polemischen Kritiken der Gesellschaft organisierte die Gruppe bis 1886 sieben weitere Ausstellungen.

 

2.6       Der Anfang des Impressionismus bis zum Umzug nach Giverny

 

Nach einer andauernden positiven Entwicklung seiner Künste und seines Privatlebens begann für Monet nun eine prägende Zeit. Seine Frau Camille erkrankte im Jahre 1876 schwer. Im selben Jahr bekam er glücklicherweise den Auftrag eine Speisezimmerdekoration bei der Familie Hoschedé im Schloss Rotembourg zu malen. Zwei Jahre später jedoch war die verarmte Familie Hochedé genötigt die Dekoration der gerichtlichen Versteigerung zu überlassen und zog gemeinsam mit der von anhaltender Finanznot geplagten Familie Monet nach Vétheuil an die Seine. Im März 1878 war die Geburt des zweiten Sohnes Michel von Claude und Camille, die ein Jahr danach stirbt. Alice Hoschedé entschied sich gegen ihren Gatten und blieb mit ihren fünf Kindern bei dem Witwer Monet.

Der Kunständler Durand-Ruel unterstützte den seelisch angeschlagenen Künstler über eine längere Zeit mit Aufträgen und selbst organisierten Ausstellungen für die Impressionisten.

In den folgenden Jahren (82-88) verreiste Monet oft um neue Eindrücke zu holen, die Reisen führten ihn nach Dieppe, Pourville, Varengeville, Genua, Holland, Bordighera (in Begleitung von Renoir), Etretat, London und ins Creuse-Tal. Motive auf seinen Reisen waren u.a. Mohnfelder, Felsen, die Eisschmelze, die Seine, verschiedene Stilleben, Bahnhöfe, Häfen, Wege, Bäume und Baumgruppen. Er nahm an verschiedenen Ausstellungen teil u.a. an der Exposition Internationale der Galerie Petit. Mit seinen Werken, die grösstenteils auf Reisen erstanden waren, erzielte Claude kleine Erfolge, so dass er im Jahre 1890 das Haus in Giverny, welches er schon lange begehrte und bisher nur mietete, erwerben konnte.

 

2.7       Der letzte Lebensabschnitt im Dörfchen Giverny

 

Mein Garten in Giverny ist ein Werk, das langsam und mit nie nachlassender Liebe geschaffen wurde, und ich leugne nicht, dass ich stolz darauf bin. Vor 30 Jahren, als ich hierherkam, war hier nur ein Bauernhaus und ein kümmerlicher Obstgarten. Ich kaufte das Haus, vergrösserte es nach und nach, gestaltete es nach meinen Bedürfnissen. Ich grub die Erde um, pflanzte, jätete das Unkraut und am Abend versorgten die Kinder den Garten mit Wasser.

 

Giverny war ein Bauerndörfchen, welches die Malerei nicht als gleichwertige Arbeit akzeptierte, man beobachtete und begegnete Monet mit seiner neunköpfigen Familie skeptisch und verständnislos. Zu dem waren auch Unklarheiten zur Beziehung von Claude und Alice vorhanden, deren Mann Ernest Hoschedé im Jahr 1891 in Paris starb. Ein Jahr später heirateten Claude und Alice. Im Jahre 1892 arbeitete er an der Reihe von der Kathedrale in Rouen.

Bis 1896 wurden einige Bilder Monets versteigert (aus den Sammlungen des verstorbenen Freundes Gustave Caillebotte). 1895 unternahm er eine zweimonatige Reise nach Norwegen, er produzierte eine Reihe von Winterlandschaften, deren Grosszügigkeit an die Werke um 1870 zurückerinnern. 1897 kamen einige Meisterwerke des Impressionismus, von der wichtigen Sammlung Caillebottes, erstmals in Staatsbesitz. Im Sommer begann Monet mit der Serie der Themsenlandschaften, die er aus einem Zimmerfenster in London malte. Regelmässig managte Durand-Ruel Ausstellungen in New York oder Paris.

 

Währendem ein neues Jahrhundert anbrach, verlor Claude kurzfristig sein Augenlicht. 1900 malte er Winterbilder und die japanische Brücke über seinem Seerosenteich.

Im Herbst 1904 verreiste er mit seiner Gattin nach Madrid und bewunderte die Werke von Vélazquez. 1905 in mitten des Sommers begann er mit dem malen von seinen heutzutage berühmtesten Seerosenbildern.

Im Frühjahr 1908 wird der Meister krank und seine Sehkraft schwand zusehends. Im selben Jahr begab er sich mit seiner Frau nach Venedig, wo er die Wirkungen von Licht und Nebel studierte. Seine Frau starb im Mai 1911, um die Trauer zu überbrücken arbeitete er anhand seiner Erinnerung an den Bildern der venezianischen Veduten, mit welchen er im darauffolgenden Jahr einen bemerkenswerten Erfolg in einer Bernheim-Jeune-Ausstellung erzielte.

Anfangs Februar 1914 starb sein ältester Sohn Jean, der mit Alices Tochter Blanche Hoschedé verheiratet war. Diese gutmütige junge Frau, sorgte während den Anfängen des Ersten Weltkrieges für den an grauem Star erkrankten Monet. Durch Anregung seines Freundes Clemenceau baute sich Monet 1916 ein neues und grösseres, drittes Atelier. Dort begann er 1918 mit der riesigen Seerosendekoration, die er anlässlich des siegreichen Kriegsendes (mit Hilfe der Vermittlung des vollmächtigen Clemenceau) dem Staat  schenken wollte. 1919 verschlechterte sich sein Augenleiden erneut und 1922 malte er mit geringer Sehkraft verzweifelt en plein air. Ein Jahr später liess er sich das betroffenere Auge operieren, was teilweise erfolgreich ausging. Im Jahre 1925 betätigte er sich in beinahe vollständiger Isolierung noch ein letztes Mal mit dem Pinsel, der Leinwand und den Farben.

 

Am 5. Dezember 1926 verabschiedete sich der sechsundachtzigjährige Maler an Seite naher Anvertrauter von dieser Welt. Der Grund seines Todes war vermutlich ein Tumor in der Lungengegend.

 

2.8       Das Leben in Giverny

 

Die Liebe zum Garten

Bei der langwierigen Kultivierung des ursprünglich vergrasten Obstgartens zum üppig blühenden Blumenparadies halfen seit 1892 Gärtner und mehrere Gehilfen, die unter anderem Gewächshäuser für Orchideen und seltene Blumen einrichteten und zahlreiche Blumenrabatten anlegten, darunter umfangreiche Irisbeete, die Monet unter den 70 Pflanzenarten offensichtlich besonders bevorzugte. Der blumengesäumte Mittelweg des Gartens, der zum südlichen Gartentor führte, wurde von Rosenbögen überrankt. Mit seinen eigenen Gartenerfahrungen, mit Ratschlägen vom passionierten Gärtner Gustave Caillebotte, durch die Fachsimpelei mit Octave Mirbeau und anhand von Unmengen von fachliterarischen Büchern schlug er sich im eigenen Garten durch. Dieser Gartenteil nannte er "Clos Normand".

Florale Motive gehören in seinen Werken der 90er Jahre noch zu den Ausnahmen, hierzu zählen seit 1895 erste Darstellungen des Seerosenteiches, der sich jenseits der Bahnlinie an Monets Garten anschloss. Der dort vorhandene, verwilderte und von der Ru, einem Seitenarm der Seine, gespeiste Teich und dessen Umgebung erfuhren in den folgenden Jahren wesentliche landschaftliche Veränderungen. Um seine Vorliebe für exotische Seerosen verwirklichen zu können, musste das Wasser erwärmt werden. Das jedoch löste einen Aufschrei der Entrüstung unter den Dorfbewohnern aus, sie befürchteten, dass die importierten fernöstlichen Pflanzen die Ru vergiften könnten.

 

2.9       Interessante Kritiken, Briefe und Zitate

...Claude Monet erfasst das Licht nicht mehr mit der Freude des Eroberers, der, wenn er seine Beute errungen hat, sich krampfhaft bemüht sie zu behalten. Er überträgt es, wie die gescheiteste Tänzerin eine Empfindung ausdrückt. Bewegungen werden zusammengesetzt, und wir wissen nicht, wie sie zusammengesetzt sind. Sie sind so gut miteinander verbunden, dass sie eine einzige Bewegung zu sein scheinen und der Tanz vollkommen ist und geschlossen wie ein Kreis...

aus einer Kritik von Ocatve Mirbeau, 1912

 

 

 

...Sie werden denken , es fehle mir an Mut, aber ich kann nicht mehr und bin völlig entmutigt. Nach einigen Tagen setzte wiederum schlechtes Wetter ein, und wieder musst ich die begonnenen Studien beiseitelegen. Es macht mich verrückt, und unglücklicherweise mach ich meine armen Bilder dafür verantwortlich. Ich habe ein kaum vollendetes grosses Blumenbild zerstört, sowie drei oder vier andere Gemälde, die ich nicht nur abgekratzt sondern durchlöchert habe...

Pourville 1882, aus einem Brief von Claude Monet an den Kunsthändler Paul Durand-Ruel

 

Jetzt fühle ich die Landschaft gut, und wage es, die erdfarbenen, die Rosa- und Blautöne zu verwenden. Es ist zauberhaft, es ist entzückend, und ich hoffe, dass es Ihnen gefallen wird (...). Ein für allemal sage ich Ihnen, dass Sie mein ganzes Leben darstellen, Sie und meine Kinder, und dass ich bei der Arbeit nur an euch denke. Das ist so wahr, dass ich bei jedem, das ich wiedergebe, das ich auswähle, mir sage, dass es nötig ist, es wirklich gut wiederzugeben, damit ihr seht, wo ich war und wie die Dinge sind.

Bordighera 1884, aus einem Brief von Claude Monet an seine zweite Frau Alice Hoschedé

3             Impressionismus

3.1       Technischer Teil: Impressionismus - Was ist das?

Malweise, Freilichtmalerei:

TEXT von www.wissen.de

und www.phil.uni-sb.de/fr/kunsterziehung/bilddatenbank/ruderer_renoir/ ruderru.htm

 

Das Neuartige an der Malerei war, dass die Künstler nicht im Atelier (Malzimmer), sondern im Freien gemalt haben. Dadurch hat sich ihre Malweise sehr verändert. Die Figuren, Landschaften usw. sind nicht mehr fein säuberlich, naturalistisch genau ausgemalt, sondern mit schnellen, flüchtigen, spontanen Pinselstrichen auf die Leinwand aufgetragen.

Das kommt daher, dass sich die Impressionisten im Freien insbesondere für das Licht interessiert haben und dafür, wie sich Gegenstände im Licht, mit und ohne Wolken, verändern. Deshalb werden die Impressionisten auch die Maler des Lichtes genannt. Sie wollten nicht bei künstlicher Beleuchtung im Malatelier malen, sondern die wirkliche Erscheinung der Natur, die flirrenden Sonnenstrahlen, den wechselnden Lichteinfall, die sich verändernden Schatten, die dahin ziehenden Wolken und Lichtreflexe festhalten. Weil sich aber die Natur durch das wechselnde Licht ständig verändert, mussten die Freilichtmaler mit schnellen, spontanen Pinselstrichen malen, damit sie einen ganz bestimmten, kurzen Augenblick, einen zufälligen "Eindruck" einfangen konnten. Die Bilder wirken deshalb oft wie Momentaufnahmen: Der Bildausschnitt sieht aus, als wäre er zufällig gewählt, die dargestellten Personen sind oft angeschnitten oder in Bewegung dargestellt. Das Interesse der Impressionisten an der Momentaufnahme, am Festhalten des flüchtigen Eindruck hängt auch mit der Erfindung der Fotografie zusammen.

Aus dem Wunsch, einen "Eindruck" einfangen bzw. in ein "Bild ein-drücken" zu wollen, leitet sich übrigens auch der Namen "Impressionismus "ab. Das lateinische Wort "impressus" bedeutet "ein-pressen", "eindrücken", "einen Eindruck haben".

 

Farbgebung:

Die Impressionisten malten ihre Eindrücke am liebsten im hellen Sonnenlicht, was dazu führte, dass sich die Farben in den Bildern verändert haben. Die Farben sind heller als in den Bildern der Ateliermaler, die Gegenstände verlieren ihre Gegenstandsfarbe, Schatten werden farbig und die Farben Schwarz, Braun und Grau gibt es fast nicht mehr.

 

Motive, Themen:

Ungewöhnlich waren die Bilder der Impressionisten nicht nur wegen der hellen, strichhaften und spontanen Lichtmalerei, sondern auch wegen der Themenwahl. Bisher standen in der Ateliermalerei Themen aus Religion, Geschichte, Märchen und Mythologie im Vordergrund. Meistens war der Inhalt belehrend oder verherrlichend (z.B. in der Schlachtenmalerei). Die Impressionisten dagegen interessierten sich für andere, ganz alltägliche Motive: für Feste im Freien, Spaziergänge, Gartenlokale, Straßenszenen, Strandpromenaden, Seerosen, Gartentreppen, Eisenbahnen, Ballettmädchen, Tiere in Bewegung usw.

 

 

3.2       Praktischer Teil: Die Impressionisten und ihre Technik

Text von www.wissen.de

und www.phil.uni-sb.de/fr/kunsterziehung/bilddatenbank/ruderer_renoir/ ruderru.htm

 

 

 

Die Impressionisten waren zu ihrer Zeit Revolutionäre, die sich von der traditionellen akademischen Malerei absetzten. Trotzdem hatten auch sie Vorläufer, beispielsweise:

 

- Schon Tizian und Rembrandt wurde vorgeworfen, ihre Bilder seien nicht fertig gemalt.

- Die Werke von Frans Hals und Jean-Honoré Fragonard wiesen lockere Pinselstriche auf.

- Jean Auguste Dominique Ingres bevorzugte helle Malgründe.

- Eugène Delacroix unterschied Lokalfarben und Lichtfarben.

 

Daneben stand der Impressionismus in der Tradition der Landschaftsmalerei der Schule von Barbizon und von Camille Corot. Der Realist Gustave Courbet versuchte in seinen Atelierbildern den Eindruck von Freilichtmalerei zu erwecken. Alle diese Techniken und Malmethoden führten zu den Impressionisten, die die vom Licht geschaffene Form und Farbe festhielten.

Die Impressionisten folgten auch den wissenschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit. Es war bekannt, dass das Bild eines Gegenstandes erst auf der Netzhaut des Auges entsteht, erzeugt durch die vom Gegenstand ausgehenden Lichtstrahlen. Auch die viel diskutierte Farbenlehre des Chemikers Michel Eugène Chevreul hatte Einfluss. Er fand heraus, dass die Intensität und Leuchtkraft einer Farbfläche nicht von dem verwendeten Pigment abhingen, sondern von der Farbe der benachbarten Fläche, d.h. eine helle Fläche wirkt neben einer dunklen heller als neben einer noch helleren. Dies hatte große Bedeutung für die Malerei: Außerdem arbeiteten sie auf hellen, fahlen Malgründen.

Seit 1840 gab es Farben in Zinntuben und Leinwand konnte gebrauchsfertig gekauft werden, so dass das Malen in der Natur erheblich vereinfacht wurde. Das Objekt selbst bestand nicht nur aus der Lokalfarbe, sondern erschien in verschiedenen Lichtfarben, je nachdem wie es die Sonne reflektierte.

Aber nicht nur im Einsatz der Farbe unterschieden sich die Impressionisten von ihren Vorgängern. Sie erkannten die Kontur eines Objektes als intellektuelle Fiktion. Das Auge sieht nur aneinanderstoßende Flächen unterschiedlicher Helligkeit und Farbe, nie eine Linie. Das beherrschten bereits Manet und Edgar Degas. Bei Monet, Auguste Renoir, Berthe Morisot, Pissarro und Sisley, die sich in ihren Anfängen malerisch nahe standen, brach sich die Kontur in kurzen, fraktionierten, immer sichtbaren Pinselstrichen. Auch Cézanne und van Gogh setzten unscharf umrissene Flächen oder Pinselstriche nebeneinander.

Tiefe entstand nicht durch Perspektiveffekte, sondern durch sanfte Abstufungen der Farbtöne ohne harte Kontraste, so dass die Bilder flächig und fast zweidimensional wirken. Da sich die Impressionisten in diesen grundlegenden Fragen einig waren, erschienen ihre Werke in der Frühzeit oft ähnlich; erst später bildete sich bei jedem Künstler ein individueller Malstil heraus.

Bei Monet löst sich dabei die Zeichnung am Weitesten in Lichtreflexe auf, ähnlich frei und variabel sind die Bilder von Berthe Morisot. Renoir trieb die Farben Nass in Nass ineinander und erzielte damit porzellan schimmernde Hauttöne. Pissarro wurde zum Vater des Neoimpressionismus und Vincent van Gogh und Paul Gauguin erkannten, dass Farbe auch für sich allein expressiv stehen kann. Paul Cézanne zerlegte die Gegenstände in ineinander greifende Farbflächen, die er in feinen Farbabstufungen mit deutlichem Pinselstrich modellierte.

Bei diesen Künstlern zeigte sich bereits, dass sie sich vom Impressionismus wegbewegten. Die impressionistische Bewegung ist sehr fruchtbar gewesen und hat indirekt auch auf fremdartige Bewegungen wie den starkfarbigen Fauvismus und den konstruktiven Kubismus Einfluss genommen, allerdings nur in den Anfängen.

Selbst in der aktuellen Malerei, deren Beziehung zum Expressionismus offenkundig ist, wirkt in Farbflächen, die mit groben Pinselstrichen strukturiert sind, der Impressionismus nach. Text von www.wissen.de

und www.phil.uni-sb.de/fr/kunsterziehung/bilddatenbank/ruderer_renoir/ ruderru.htm

 

 

4             Das Bild: Palazzo Contarini

4.1       Mein persönlicher Eindruck

 

 

 

"Wer hat hier Venedig gemalt?" "Wenn das eine Foto wäre, würde man sagen warum hast du soviel Wasser und so wenig Palazzo aufgenommen!" "Ist das der Palazzo Carossa oder Ricotti?"

Nicht einmal dreissig Sekunden nehmen sich die Besucher des Kunstmuseums Zeit, um die prächtigen Farben und eindrücklichen Pinselstriche des Bildes Palazzo Contarini von Monet zu betrachten.

Die gewählten Farben harmonieren wundersam miteinander. Lila, Violett, Weinrot, Braun, Komplementärgrau, blasses Olivengrün, helles Polarblau, königsblau und türkis. Ich glaube, ich habe dieses Gemälde bisher schon ein zwei Male beim Blättern von Biographien oder sonstigen Kunstbüchern flüchtig gesehen, doch so unglaublich stark und intensiv hat es mich noch nie mitgerissen. Ich sitze schon bald eine Stunde hier und bei jedem neuen Blick in den Antlitz des Bildes erfüllt mich ein herrliches Gefühl.

Die Leichtigkeit des Bildes, durch die vielen, kurzen, lockeren Pinselstriche ausgedrückt, lässt mich mit der Impressionswelt Monets verschmelzen.

 

Zum Inhalt; zwischen dem Palazzo und den drei von vier Pfählen steht eine Gondel, sie und der Balkon, der oberhalb des grossen Tores drei-dimensional herausragt, bilden den dunkelsten Teil des Oeuvre. Der Palazzo mit den vielen, hohen, oben gerundeten, gotischen Fenstern steht imposant in der Mitte der oberen Hälfte. Die Fenster werfen lange unterbrechende Schatten, auf das sich sanft bewegende Wasser. Der Übergang vom Festen (Fassade, Stein) zum Veränderlichen (Wasser) tritt durch das schwungvolle Malen problemlos und harmonisch in Erscheinung.

Meinem Eindruck nach, wurde das Bild vor einem Unwetter oder währendem Anfang des Eindunkelns gemalt. Jedenfalls war es eine bestimmte Situation, dass ja auch den Vorstellungen und Zielen von Claude Monets Malstil entsprach. Die Stimmung ist eher melancholisch und doch hellt das Bild mein Befinden auf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mich das Bild einmal langweilen oder gar uninteressant dünken würde. Ich denke, man spürt eine leidenschaftliche Verfallenheit, der Monet in diesem Bild, im speziellen beim Wasserteil, ausgeliefert war. Das Wasser lädt einen ein, ja geradezu verführerisch ruft es einen an, in die Gondel zu steigen und auf den lieblichen Wellen zu reiten.

Oh, die Museumswärterin kommt, schade, schon muss ich dich verlassen, schönes Werk.

 

4.2       Fachliche Informationen zum Bild

Inhalt:

Kunsthistorik:

die venezianische Vedute

Enstehung:

1908; Spätwerk

Material:

Öl auf Leinwand, 92 x 81cm

Örtlichkeit:

die Situation am Canal Grande

Räumlichkeit:

kaum Horizont, frontal erfasste Fassade, zweigeteilt: Wasser/Palazzo

Farben:

dominante Blautöne schaffen einen vibrierenden Klang, deren Leuchtkräfte intensive Rot-, Violett und Grünakzente steigern

 

4.3       Gradationskurve

 

 

Anhand der Gradationskurve, sehe ich die interessante Farbenverteilung auf diesem Bild. Es ist phantastisch wie Monet die Farben schwungvoll, aber gleichmässig verteilt aufgetragen hat. Egal ob Grün, Rot oder Blau von jeder Farbe wurde gleichviel aufgetragen (wird durch dieselbe Form und Grösse bei jeder der drei Farben im Diagramm als graue Kuppe angezeigt!). (Siehe im zweiten Teil der Arbeit)

Die Gradationskurve eines Foto beispielsweise hätte nie eine solch dynamische Form, sondern würde verzettelt, verzerrt aussehen (egal wie farblich harmonisch das Foto zu sein scheint).

 

4.4       Bastelversuch zum Bild

 

Mit Lehm von einem Dreckloch in meinem Dorf und verschiedensten Blättern und deren Stengel, Äste und Früchte habe ich das Ouevre zu rekonstruieren versucht. Da der Lehm bald austrocknen wird, habe ich das Bild eingescannt und so vor der sofortigen Vergänglichkeit bewahrt.

 

 

4.5       Zeitungsausschnitt

In der Zeitung habe ich durch Zufall ein Foto von der Lagunenstadt gefunden.

 

 


 

5             Das Bild: Bootsfahrt auf der Epte

 

 

5.1       Mein persönlicher Eindruck

 

Durch zahlreiche kleine hellgrüne und bläuliche Schlangen drückt Monet den leicht wellenden Teil des Wasser aus. Sonst dunkel-türkis, tiefes Gewässer. Kaltes, gesundes Wasser. Die beiden Frauen wirken keineswegs entspannt, die eine rudert konzentriert, die andere beobachtet das Gleiten des Schiffes auf dem Fluss. Es geht schnell, sie kommen gut voran. Vielleicht spüren sie die Mystik dieses Wasser und fühlen sich nicht mehr wohl, weil Kräfte spielen die man nicht in Worten austauschen kann und so unverständlich sind. Oft wird Neues wegen der Unkenntnis und der Angst vor der Unmöglichkeit verdrängt und so wird auch ein Teil des vielfältigen Lebens rausgeschlossen, ein hohe Fassade, die wenn sie einmal steht, beinahe unzerstörbar ist...

Ein/e Geniesser/in am Rande des Flusses würde die beiden wie in einem Traum vorbei huschen sehen, bis er/sie zur Besinnung kommt sind sie schon verschwunden. Vergleichbar mit den Euphorien im Leben, niemand kann sie festhalten. Und manchmal scheinen sie so wunderschön, so realistisch, aber wie sie kommen so gehen sie ohne das man sich verändert hätte, sich bewegt oder gerührt hätte.

Im Hintergrund ist ein blätteriges Gewächs zu sehen; intensiv grün getupft, nur da sieht man einen kleinen typisch impressionistischen Einschlag.

Warum fahren die Frauen eher auf dem hinteren Teil des Flusses? Sie tragen beide ein weissliches-lachs-rosa farbenes Kleid, mit wenigen Orangefragmenten. Unter dem ähnlich gefärbten Hut tragen sie eher dunkle Haare, die vorne zwischen Stirn und Hut, in einer runden Form hervorgucken. Die Frau, welche mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzt trägt gräuliche Handschuhe. Ich muss annehmen, dass Monet das Bild entweder aus der Erinnerung, Fantasie fertig gemalt hatte oder ich das Gemälde falsch interpretiere –

Die beiden Frauen haben sich bestimmt nicht aus der Lust heraus zusammen Neuigkeiten auszutauschen für diese Bootsfahrt entschlossen, sondern, meiner Meinung nach, um einen gewissen Abstand zur momentanen Alltagssituation zu bekommen, um sich an der Farbe des Himmels zu erfreuen, um sich am Fahrtwind zu erfrischen, um sich durch die Faszination dem Element Wasser gegenüber abzulenken und um alles in allem neue Kraft zu schöpfen.

Leider kann ich nicht mit absoluter Sicherheit auf die verwendeten Farben eingehen, da das Original im Museu de Arte in Sao Paulo die Kunstliebhaber anlächelt.

 

5.2       Fachliche Informationen

 

Material:

Öl auf Leinwand

Enstehung:

1887/90, 133 x 145cm

 


 

5.3       Die Situation danach (siehe Bild)

 

Das Boot ist jetzt leer, die beiden weiblichen Geschöpfe sind ausgestiegen. Das Boot wartet auf eine neue Aufgabe. => Siehe Mappe Bildnr. 1

 

5.4       Saftige Bastelarbeit zum Bild (siehe Arbeit)

Mit dem Saft von schwarzen und roten Vogelbeerchen, mit Lehm, mit Hagebutten, Rosenblättern und allerlei weiteren natürlichen Materialen  habe ich die beiden jungen Frauen und ihre Umgebung wiedergegeben. Wegen dem Risiko des Zerfalls der Arbeit, hab ich sie auch eingescannt.

 

6             Selbstversuche/-erfahrungen

6.1       Versuch Nr. 1 Die eisigen Eindrücke am See en plein air

Idee: Ich werde anhand eines Selbstexperimentes herausfinden, wie Monet das empfunden hat, in der Kälte zu malen. Und mich zugleich ein wenig mit dem Wellen-malen vertraut machen.

Es ist jetzt Mittag; neblig, dunstig und wolkig; gestern hat es das erste Mal in diesem Jahr geschneit. Der Bodensee ist eine gutes Motiv.

Ausführung: Es war kalt, sehr kalt. Die Temperatur um die 5 Grad Celsius. Ich sass 1 3/4 h auf einem Stein am See mit einem Brett als Unterlage, einem lauwarmen Tee und eingepackt in viele Kleidungsstücke. Einmal kurz sagte die Sonne Hallo. Ansonsten war es eisig kalt. Ich benutzte die Gouache Farben aus dem Zeichenunterricht. Nach etwa einer halben Stunde, fühlte ich mich schon als Bestandteil dieses Ufers, hatte keine Angst mehr vor bösen Zwergen und wollte am liebsten trotz der vernichtenden Kälte noch ganz, ganz lange dort verweilen. Ich werde es wieder tun.

 

Erfahrung: Anfangs habe ich gemeint, mit dem Pinsel Nr.4 käme ich ja nirgendwohin, ich bräuchte mindestens einen Achter, während der Ausführung jedoch hab ich mir einen noch feineren Pinsel gewünscht. (Stichwort: keine Flächenmalen, detail)

6.2       Versuch Nr. 2 Die Eindrücke aus dem Fenster am späten Nachmittag

 

Idee: Durch offenes Fenster den Nebel und durch dessen Einfluss veränderten Landschaftsformen malen. Wie Monet einst die Themse aus seinem Londoner Hotelzimmer gemalt hatte.

 

Ausführung: Es war schwierig den Nebel und zugleich die Weite, die Drei-Dimensionalität zu malen, allgemein schwierig ist es einen vernebelten Baum zu malen. Die Dunkelheit ist früher als erwartet angebrochen.

=> Siehe für diese beiden Ergebnisse in den zweiten Teil der Arbeit


 

7             Quellenangaben

 

Biografie: (durch hartes verallgemeinern von vier verschiedenen Aussagen, folgender Titel...inkl. etliche Mahnungen der Bibliotheken)

 

-    Das Gesamtwerk von Monet 1870-1889, Luigina Rossi Bortolatto, Kunstkreis Luzern –Freudenstadt – Wien ISBN 3 263 03238 0

 

-    Claude Monet, Matthias Arnold, Rowohlt ISBN 3 499 50402 2

 

-    Geo Das neue bild der Erde, Nr. 7/Juli 2000

 

-    Monet, Yvon Taillandier, Gondrom ISBN 3-8112-0957-4

 

-    Monet in Giverny, Karin Sagner-Düchting, Prestel ISBN 3-7913-1394-0

 

-    Monets Jahre in Giverny, Ein Garten wird zur Malerei, Horst Keller, Monte von Dumont ISBN 3-7701-8677-X

 

-    Berühmte Maler, Avanti Club

 

Suchen Sie selber bei www.google.ch  nach Monet

 

 

Impressionismus:

Aus dem Internet. (ich habe zwei perfekte Texte gefunden, könnte es nicht besser zusammenfassen, bzw. informieren)

 

 

 

 

Bilderinformationen:

Gespräche mit Leuten, Informationsbroschüren von Museen

 

 

 

Nadin Bill Frasnacht SLA für SEMINAR Kreuzlingen